Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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Gabriele Munk

Gabriele Munk

Stadtplanerin
Jahrgang 1958

Persönliches

Meine Jugendzeit habe ich in Bad Cannstatt verbracht und dabei den Neckar, den Kursaal mit den Parkanlagen und das Mineralwasser immer sehr geschätzt. Der starke Wunsch die Umwelt zu gestalten, entstand aus meiner Beobachtung anonymer Neubaugebiete der 70ger Jahre und der vielen Brachen in Stuttgart. Dies führte nach meinem Abitur am Elly-Heuss-Gymnasium zum Studium der Architektur an der Universität Stuttgart. Dort entfaltete sich meine Leidenschaft für die Stadtplanung.

Als freie Mitarbeiterin beriet ich acht Jahre lang Kommunen zu den Themen der Stadt-erneuerung. Ab 1991 leitete ich bei der Stadt Stuttgart eine Sanierungsabteilung. Seit 2000 bin ich stellvertretende Amtsleiterin des Planungsamts in Leinfelden-Echterdingen. In den 90ger-Jahren habe ich mit 27 ökologisch Ausgerichteten eine Baugemeinschaft gegründet und im Heusteigviertel ein 28 Wohneinheiten großes Bauprojekt mit Blockheizkraftwerk, Regenwassernutzung und 3 Sozialwohnungen erstellt und in dieser bunten Mischung gelebt. Deshalb weiß ich: Das Stuttgarter Innenentwicklungsmodell SIM funktioniert.

Nach spannenden Jahren im Stuttgarter Süden, davon sechs Jahre als Bezirksbeirätin für die Grünen, zog es meinen Mann und mich 2003 aus beruflichen Gründen nach Weilimdorf. Wir leben sehr gerne im Wolfbusch, den wir mit seinem fast dörflichen Charme und den tollen Nachbarinnen und Nachbarn ins Herz geschlossen haben. Die aktive Mitgliedschaft im Siedlerverein Wolfbusch gehört für uns Gartenfreunde dazu.

Nach jahrelange Betreuung meiner schwer pflegebedürftige Mutter im Cusanushaus in Birkach engagiere ich mich heute ehrenamtlichen als stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Zentrum selbstbestimmt Leben ZsL der Aktiven Behinderten Stuttgart. Bis 2009 unterrichtete ich an der Universität Stuttgart Stadtplanung. Ich betreibe sanfte Selbstverteidigung im Verein und bin dort im Vorstand. Wenn dann noch Zeit ist, male ich.

Seit 2009 bin ich Stadträtin mit Sitz u.a. im technischen Ausschuss, im Städtebauausschuss, im Mobilfunkausschuss, Unterausschuss Schwanenplatz und Restrukturierung der Abfallwirtschaft. Zudem bin ich Mitglied im Aufsichtsrat Hafen Stuttgart, im Aufsichts- rat der Stadtwerke Stuttgart, im Verwaltungsrat des Zweckverbands Strohgäu-Wasserversorgung und im Verwaltungsrat der Landeswasserversorgung.

Politisches

Den Bedürfnissen der StuttgarterInnen nach bezahlbarem Wohnraum in einem verkehrsberuhigten, barrierefreien und durchgrünten Umfeld gerecht zu werden, das ist mir Ansporn für meine politische Arbeit. Vielfältiges Wohnen für Jung und Alt in variantenreichen Wohnkonzepten, auch von Baugemeinschaften geplant und erstellt, muss mehr Raum bekommen.

Die Energiewende voranzubringen, erfordert unser aller Engagement. Global denken, lokal handeln. Für energetisch sanierte Stadtquartiere mit lokalen Nahwärmenetzen und flächendeckende Versorgung mit Strom und Gas aus regenerativen Quellen setze ich mich ein. Insbesondere auch als Aufsichtsrätin der Stadtwerke Stuttgart. Die Wasserversorgung gehört in die Hand der Stadt.

Der behutsame Umgang mit der historischen Bausubstanz ist mir wichtig. Stuttgart muss unverwechselbar bleiben.

Der Schutz unserer Kulturlandschaft sowie die ökologische und ökonomische Landwirtschaft leben vom Bodenschutz. Boden ist nicht mehrbar. Darum Innenentwicklung!

Gesundheitsvorsorge ist mir auf allen Ebenen wichtig: Von sauberer Luft über gesundes Essen an den Schulen und Kitas bis hin zu einem Mobilfunkvorsorgekonzept. Die Schulentwicklung und Schulsanierung gehört ebenso zum Kern meines politischen Handelns.

Bei all diesen Themen, Ökologie und Ökonomie zielführend zu verknüpfen und dadurch Ressourcen zu schonen, sind für mich als Schwäbin selbstverständlich.

Ich bin für den Einsatz von Steuergeldern in den verschiedenen Stadtteilen, für Baumaßnahmen zum Vorteil der Bevölkerung vor Ort, wo immer noch viele städtische Gebäude, Plätze, Wege und Straßen der Sanierung harren. Zum Vorteil der Nutzerinnen und Nutzer muss hier investiert werden. Und dies erhält Arbeitsplätze für die Handwerkerschaft und die Planungs- und Ingenieurbüros vor Ort.

Die Mehrheitsentscheidungen respektierend, halte ich das Großprojekt Stuttgart 21 nach wie vor für falsch. Der öffentliche Nahverkehr wird durch S 21 keineswegs verbessert und das Stadtbild verschlechtert sich in weiten Bereichen von Stuttgart. Die negativen Auswirkungen zumindest zu minimieren, sehe ich als meine Aufgabe an. Die EigentümerInnen der unterfahrenen Grundstücke haben meine volle Unterstützung.

Stadtteil

Die ganze Stadt im Blick

Nachdem ich in verschiedenen Stadtteilen gelebt habe, sehe ich mich zunächst als Stuttgarterin. Nicht nur durch meine 5-jährige Arbeit im Ausschuss für Umwelt und Technik kenne ich die Problemstellungen in weiten Teilen der Stadt.

Stadtbezirk Birkach/Plieningen

Durch meine Arbeit als Betreuungsstadträtin für den Stadtbezirk Birkach/Plieningen konnte ich in den vergangenen Jahren den Stadtbezirk gut kennenlernen und vielfältige Kontakte knüpfen.
Im Schulbereich stehen wir Grüne für den konsequenten Abbau des gewaltigen Sanierungsstaus, den Ausbau der Schulsozialarbeit und für den flächendeckenden Ausbau von Schülerhäusern und Ganztagsschulen.
Die Grundschule Birkach hat mit dem neuen Anbau eine Mensa und neue Werkräume erhalten. Seitdem kann sich ein noch vielfältigeres Angebote für die jungen Schüler und Schülerinnen für die Nachmittagsbetreuung entfalten.

Ganz dringend muss die Kindergartensituation in Birkach durch einen Neubau gelöst werden.

Das von uns maßgeblich vorangebrachte Konzept der Gemeinschaftsschule bietet in Plieningen/Birkach eine optimierte, neue Schullandschaft, so dass die Jugendlichen künftig alle weiterführenden Schulabschlüsse am Wohnort absolvieren können.

Die Körschtalschule – an dieser Stelle Dank an die Schulleitung und die Elternvertretung – hat sich als eine der ersten Schulen in Stuttgart auf den Weg zunächst zur Ganztagesschule und zur Gemeinschaftsschule gemacht. Erfreulich ist, dass in Kooperation mit dem Paracelsus-Gymnasium der Startschuss zu einer Campuslösung gesetzt wurde.
Für diesen Campus bedarf es dringend des Baus einer Mensa und einer Sporthalle, die beiden Schulen gleichermaßen dienen. Die Planung muss beschleunigt und der Bau baldmöglichst erfolgen. Dafür setze ich mich ein.

In diesem Zusammenhang ist auch dringend, das Problem der landwirtschaftlichen Schule zu lösen. Der Standort in nächster Nähe zur Universität Hohenheim ist der einzig richtige.
Die Rahmenplanungen für Birkach und für Plieningen sind voranzubringen, wobei hier der innerörtliche Wohnungsbau und die Nahversorgung im Vordergrund stehen müssen.
Nicht zuletzt ist der Radweg entlang der Körsch, endlich durchgängig herzustellen.

Stadtbezirk Weilimdorf

Als stellvertretende Betreuungsstadträtin konnte ich meinem Wohnort Weilimdorf von neuen Seiten kennenlernen und einige Einrichtungen besuchen.

Die Schulsanierungen sind mir auch hier ein Herzensanliegen. Das Solitude-Gymnasium wird aktuell zu einer Niedrigenergieschule saniert. Super, dass die Baumaßnahme durch das EU-Projekt „School of the Future“ (Schule der Zukunft) gefördert werden.

In der Reisachschule muss jetzt endlich auch der Sanitärbereich nach modernstem Hygienestandard ausgestattet werden.

Nachdem wir nun im Haushalt die Erneuerung des nahezu 25 Jahre alten Kunstrasenplatzes des TSV Weilimdorf befördern konnten, steht als nächstes Projekt die Sanierung des Kunstrasenplatzes der SG Weilimdorf an.

Für die Jugendlichen wird diesen Sommer das Jugendhaus Weilimdorf saniert. Der Neubau des Jugendhauses Giebel kann diesen Sommer eingeweiht werden und die Jugendfarm im Wolfbusch kann bereits im Mai 2014 ihr neues Farmhaus in Besitz nehmen.

Der Einzelhandel in Weilimdorf muss gestärkt werden und dazu muss auch das Kiesbett am Löwenmarkt umgestaltet werden – auch mit mehr Grün im Herzen von Weilimdorf. Ebenso gehört zur Umgestaltung dieses Bereichs die Temporeduzierung auf mindestens 30 km/h, damit das Einkaufen und Flanieren in Weilimdorf attraktiver wird und das Überqueren der Straße einfacher wird.

Das Gewerbegebiet benötigt dringend ein Gesamtkonzept, um Firmen zu halten und neue Firmen anzusiedeln.

Gemeinsam gegen Mobilfunkmasten in Wohngebieten
Gabriele Munk gemeinsam mit Minister Alexander Bonde, 18. März 2014
Gabi Munk: Jede Barriere ist eine zuviel.
Auch in der Bildung gibt's noch zu viele Stolpersteine für Menschen mit Behinderung
Gabriele Munk zu Besuch beim polnischen Kulturverein
 
 
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