Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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20.07.2016

Mit einem 9-Uhr-FirmenTicket Kapazitäten in der morgendlichen Spitzenstunde schaffen und zusätzliche Fahrgäste gewinnen

Das 9-Uhr-UmweltTicket als FirmenTicket rabattieren und bezuschussen

Seit Jahren wachsen die Fahrgastzahlen im VVS kontinuierlich auf im Bundesvergleich hohem Niveau. Wesentlich dazu beigetragen hat das FirmenTicket, welches die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg für ihre Beschäftigten mit hohen Beträgen bezuschussen. Der damit erreichte Anstieg der Fahrgastzahlen bringt den ÖPNV allerdings insbesondere zur morgendlichen Spitzenstunde auf manchen Linien zunehmend an Kapazitätsgrenzen. Mit den jüngst beschlossenen Kapazitätserweiterungen (Taktverdichtungen bei der U8 und der U13, Inbetriebnahme der U19 als Regelangebot) und der mittel- und langfristigen Ausbaustrategie der SSB werden die wichtigsten Engpässe in Angriff genommen. Auch die Inbetriebnahme der U12-Verlängerung ins Neckartal 2017, die damit verbundene Entlastung der U14 und die Verlängerung der U6 werden neue Kapazitäten schaffen.
Neben Kapazitätserweiterungen können aber auch Verlagerungen des Fahrgasaufkommens zur Behebung der Kapazitätsprobleme beitragen. Hier fehlt es aktuell noch an geeigneten Maßnahmen und Anreizen, das Fahrgastaufkommen insbesondere im Berufsverkehr besser zu verteilen. Wir finden, hierzu könnte das Angebot eines 9-Uhr-FirmenTickets einen Beitrag leisten. Ein preislich attraktives, analog zum FirmenTicket zusätzlich rabattiertes, erst ab 9 Uhr gültiges Ticket-Angebot könnte für manchen Fahrgast ein wirksames Instrument sein, den ÖPNV regelmäßig erst nach der Hauptverkehrszeit zu nutzen. Darüber hinaus könnten durch den zusätzlichen preislichen Anreiz weitere Berufspendler animiert werden, vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen.

Wir beantragen deshalb:

VVS und SSB werden um eine erste Einschätzung zu den Potenzialen und Umsetzungsmöglichkeiten eines 9-Uhr-FirmenTickets gebeten, das auf Basis des 9-Uhr-UmweltTickets zusätzlich als FirmenTicket rabattiert und von Arbeitgeberseite bezuschusst wird. Dabei sollen insbesondere die Verlagerungen von der Haupt- auf die Nebenverkehrszeit, die Gewinnung zusätzlicher Fahrgäste und die finanziellen Auswirkungen für die Verkehrsunternehmen und die Stadt Stuttgart betrachtet werden.

Jochen Stopper, Anna Deparnay-Grunenberg

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