Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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07.06.2016

Grüner Pfeil für Radfahrende an Ampeln

Test in Stuttgart
Gemeinsamer Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE STAdTISTEN

Wir kennen den Grünen Pfeil für Autofahrer*innen, der ein Rechtsabbiegen bei roter Ampel erlaubt. In Paris gibt es für Radfahrer*innen den Gelben Pfeil. Er erlaubt es ihnen – bei roten Ampeln für Autos – nach rechts abzubiegen oder, wenn es sich um eine T-Kreuzung handelt, geradeaus weiterzufahren.
In Ulm wird an einigen Kreuzungen der Grüne Pfeil getestet. Selbstverständlich haben Radfahrende dabei – ebenso wie Autofahrer bei Grünem Pfeil – nicht Vorrang. Sie müssen Fußgänger*innen und Autoverkehr beachten. In Paris zeigt sich, dass dies Radunfälle an Kreuzungen mit Ampelanlagen reduziert. In der Schweiz sind die Rotlichtverstöße von Radfahrenden von 30 auf 5 Prozent zurückgegangen. Der Grüne Pfeil für Radfahrende entlastet auch den Autoverkehr. Denn für Autofahrende ist es Stress, wenn sie gemeinsam mit Radfahrenden bei Grün starten sollen. Hat der Radler oder die Radlerin die Gelegenheit, vorher rechts abzubiegen, ist er bzw. sie schon weg, bevor die Autos Grün bekommen.
Der Grüne Pfeil für Radfahrende ist eine Maßnahme, die den ungleichen Fahr- und Startmustern von Autos und Fahrrädern Rechnung trägt und von Radfahrenden als Unterstützung und Förderung erlebt wird, die ohne große Baumaßnahmen auskommt.

Deshalb beantragen wir

zu prüfen, ob und wie Stuttgart an ausgewählten Kreuzungen/T‐Kreuzungen diesen Grünen Pfeil für Radfahrer*innen ebenfalls testen kann.

Christine Lehmann, Andreas G. Winter, Ralph Schertlen

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