Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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06.06.2016

Fertigstellungstermin von S21

Die Zweifel wachsen
Antrag

Ein weiteres Mal weckt die Bahn erhebliche Zweifel daran, ob sie in der Lage ist, das Projekt Stuttgart 21 in dem von ihr genannten Termin- und Kostenrahmen zu realisieren und bekräftigt damit unsere schlimmen Befürchtungen.
Wenn sich die Inbetriebnahme des neuen unterirdischen Bahnhofs um weitere zwei Jahre verschiebt, sind damit erhebliche Auswirkungen auf das Leben in der Landeshauptstadt verbunden.
Dabei dürften die Beeinträchtigungen aus dem Baubetrieb selbst wie Lärm, Staub, Behinderungen etc. noch die geringsten sein. Dagegen werden tagtäglich zig-Tausende von Pendlern unter den verkehrlichen Beeinträchtigungen – Staus, Straßenverlegungen, Linienunterbrechung bei der Straßenbahn und weiterhin Unpünktlichkeit bei der S-Bahn – leiden.
Gravierend ist weiter, dass die gegen die Wohnungsnot dringend gebrauchten Wohnungen im künftigen Rosensteinviertel ebenfalls erst später fertig gestellt werden würden.
Diese und weitere Auswirkungen werden das Leben in der Landeshauptstadt erheblich beeinträchtigen.
Wir sind der Auffassung, dass die Stadtgesellschaft deswegen schnell und umfassend über die Änderungen, die sich aus dem Zeitverzug der Bahn ergeben, informiert werden müssen

und beantragen:

1. Die Bahn stellt ihre geänderte Terminplanung möglichst schnell nach der Sitzung des Lenkungskreises, aber auf jeden Fall noch vor der Sommerpause, im Ausschuss für Umwelt und Technik vor.
2. Auch bei heftigstem Termindruck dürfen bei dem risikobehafteten Projekt S21 auf keinen Fall weitere Risiken in Kauf genommen werden. Deswegen werden seitens der Bahn in dieser Sitzung ebenfalls die Maßnahmen vorgestellt, mit denen sie den Zeitverzögerungen entgegentreten will.

Andreas G. Winter, Clarissa Seitz, Jochen Stopper

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