Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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23.03.2016

Weiterhin Lücke für Lücke-Kinder?

Antrag

Bereits im letzten Jahr haben wir mit unserem Antrag „Versorgung der ‚Lücke-Kinder’“ gemeinsam mit der SPD-Gemeinderatsfraktion auf das Problem hingewiesen, dass für einen Teil der 10- bis 13-jährigen Kinder keine für sie passenden Betreuungsangebote bestehen.
Wir sind der Meinung, dass sich eine Stadt wie Stuttgart eine solche Versorgungslücke nicht leisten kann. Berufstätige Eltern benötigen Betreuungsbausteine, auf die sie sich verlassen können. Möglichkeiten bieten unserer Auffassung nach offene Einrichtungen für Kinder (Jugendfarmen, Aktivspielplätze, Kindertreffs, Kinderhäuser …).
In der Presse wurde jetzt über die „Schockstarre“ eines Vaters berichtet, der – „wie viele andere berufstätige Eltern“ ebenfalls – davon betroffen ist, dass ein Hort nach der vierten Klasse die Betreuung einschränkt. Eine Mutter mutmaßt, „die Fünft- und Sechstklässler hat die Politik aus den Augen verloren“.
Keine Frage: Im Rahmen der Umgestaltung der Schülerbetreuung müssen auch praktikable Angebote für die Altersgruppe der 10 – 13-Jährigen geschaffen werden. Die Verwaltung hat auf unseren Antrag hin mitgeteilt, dass sie Gespräche führt mit weiterführenden Schulen, den Trägern der Kinderbetreuung als auch mit den Trägern der offenen Kinder- und Jugendarbeit über den Bedarf sowie möglicher Standorte für die Versorgung von Lücke-Kindern.
Ein Rahmenkonzept mit Angaben zu den Betreuungsinhalten, Betreuungszeit, pädagogischen Standards sowie Personal- und Betriebskosten würde ebenfalls erarbeitet.

Wir beantragen:

Die Verwaltung berichtet in der nächsten Sitzung des Jugendhilfe-Ausschusses.

Vittorio Lazaridis, Gabriele Nuber-Schöllhammer, Andreas G. Winter,

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