Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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01.03.2016

Kraft-Wärme-Kopplung für das ehemalige SSB-Depot im Stuttgarter Osten

Antrag

Das ehemalige SSB-Depot soll umgebaut werden. In der letzten Woche hat ein Vertreter der SSB im Bezirksbeirat Ost den aktuellen Planungsstand dargestellt. Ein Beginn des Umbaus könnte schon im Januar 2017 starten – Musikschule, Kita, das Kinder- und Jugendhaus Ostend und weitere Nutzer könnten bald einziehen.
Das Depot muss auch energetisch saniert werden. Für eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage habe das knapp bemessene Budget jedoch nicht mehr ausgereicht, so die SSB.
Im Energiekonzept der Stadt wird aber ein erhebliches Einsparpotential durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) identifiziert – durch diese Technologie werden sowohl der erforderliche Energieeinsatz zur Strom- und Wärmeerzeugung als auch der CO2-Ausstoß reduziert. Sie ist mithin zentral für die selbstgesteckten Ziele der Stadt, die urbane Energiewende zu schaffen.
Die Stadtwerke haben daher zur Verbreitung dieser Technologie ein Contracting-Modell entwickelt. Finanzierung, Bau und Betrieb der Anlagen werden von den Stadtwerken übernommen. Die Strom- und Wärmekunden profitieren über günstige Lieferverträge von der effizienten Anlage.

Wir beantragen:

1. Die Verwaltung stellt in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Umwelt und Technik dar, wie für das ehemalige SSB-Depot im Stuttgarter Osten eine KWK-Anlage durch die Stadtwerke Stuttgart über ein Contracting-Modell realisiert werden könnte.
2. Die Verwaltung stellt dar, welches Potential in einer solchen KWK-Anlage als Anker für die Erschließung des umliegenden Quartiers durch ein Nahwärmenetz liegt.
3. Bei Neubauprojekten und energetischen Sanierungen wird generell geprüft, ob der Bau einer KWK-Anlage, im Idealfall gleichzeitig als Anker für ein Nahwärmenetz im Quartier, sinnvoll ist.

Clarissa Seitz, Björn Peterhoff, Andreas G. Winter

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