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23.02.2016

Bahn soll Transparenzversprechen bei der Bauzeitenplanung von Stuttgart 21 einlösen

Antrag und Anfrage

Die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH veröffentlichte an den „Tagen der Baustelle“ Anfang Januar 2016 auf einer Schautafel einen Bauablaufplan für den Südkopf bei Stuttgart 21 bis 2023, aus dem hervorgeht, dass die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 sich bis zum Fahrplanwechsel 2022/23 verzögert und damit auch längere Unterbrechungszeiten der SSB-Stammstrecke Richtung Hauptbahnhof als bisher öffentlich dargestellt, auf die Bürger und Bürgerinnen zukommen werden. In der Presse wurde von Dr. Leger dargestellt, dass die gezeigten Schautafeln und Terminszenarien veraltet seien, eine Inbetriebnahme von Stuttgart 21 im Dezember 2021 sei nicht gefährdet.
Für uns ist es schon verwunderlich, dass bei den Planungen für den „Tag der offenen Baustelle“ die Verantwortlichen nicht bemerkten, dass den Besuchern falsche Fakten präsentiert werden. Wenn dies nur ein Fauxpas der Veranstaltungsplanung war, muss es doch schnell möglich sein, den korrekten Bauablaufplan den betroffenen Bürgern zu präsentieren.
Schließlich sind die Bürger und Bürgerinnen im Kernerviertel von den jahrelangen Bauarbeiten unmittelbar betroffen.

Wir beantragen,

Die Bahn wird seitens der Stadt aufgefordert, sofort ihre aktuelle Bauzeitenplanung und grafische Darstellung der einzelnen Bauabschnitte für den Tiefbahnhof und den Südkopf, einschließlich der SSB-Planungen, der Planungen zum Nesenbachdüker und zur Tieferlegung der B14 mit konkreten Zeitangaben für die einzelnen Bauschritte zu veröffentlichen. Daraus soll auch deutlich werden, wie die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 nach einem einjährigen Testbetrieb trotz der jahrelangen Bauverzögerungen gewährleistet werden kann.

Wir fragen:

Mit welchen zeitlichen Verzögerungen ist bei den Stadtbahnunterbrechungen zwischen der Staatsgalerie und dem Charlottenplatz und zwischen der Staatsgalerie und dem Hauptbahnhof zu rechnen?

Clarissa Seitz, Jochen Stopper, Andreas G. Winter

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