Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.

Dem Rowdytum ein Ende setzen!

Die Theodor-Heuss-Straße, kurz „Theo“, ist als Stuttgarter Party-Meile bekannt. Und das ist gut so, denn Spaß muss sein. Wer aber glaubt, dass es heute noch en Vogue ist, mit getunten Fahrzeugen und röhrenden Motoren Eindruck auf das andere Geschlecht zu machen, täuscht sich. Dass viele dieser Autofahrer sich mit ihrem vorsintflutlichen Gebaren selbst ins Aus schießen, ist meist Fakt, für uns jedoch belanglos. Viel mehr interessiert uns, die enorm hohe Gefährdung der Passanten und Partygäste durch dieses Rowdytum. Erst kürzlich mussten BesucherInnen der Theodor-Heuss-Straße wieder Bekanntschaft mit der Raserszene machen. Dabei einstand auch ein Video, das zeigte wie ein BMW-Fahrer auf Höhe der Kronenstraße die Kontrolle über sein Auto verliert, über die Fahrbahn schleudert und am Straßenrand einen Poller umreißt, der zwei Menschen verletzte. Ein weiterer Fußgänger konnte sich gerade noch retten, bevor der BMW-Fahrer weiterfuhr, quer über die Fahrbahn schleuderte und über den Mittelstreifen bretterte. Derartig lebensgefährliche Fahrten gibt es auf der Theo leider öfters zu beobachten.
Auch der Lärm und die Luftverschmutzung, durch die Rasern auf dieser Strecke ist für Anwohner, Partygäste und Stuttgarterinnen und Stuttgarter unerträglich geworden und niemand ist gewillt, die Tuning-Meile der Republik weiterhin zu ertragen.
Wir Grünen begrüßen daher das schnelle Einschreiten des Oberbürgermeisters Fritz Kuhn, der umgehend Maßnahmen einleiten will, die kurz- und langfristig gegen das Rowdytum auf der Theodor-Heuss-Straße Wirkung zeigen sollen. Dazu gehört für uns die Temporeduzierung auf 30 km/h und eine mobile und stationäre Verkehrs-überwachung. Möglich ist eine derartige Geschwingkeitsreduzierung auf dieser Bundesstraße, wenn man nachweist, dass die Lärmbelastung oder Luftverschmutzung dadurch deutlich reduziert wird. Zudem prüft die Stadt im Moment die Möglichkeit durch eine angepasste Ampelschaltung die Rotphasen in den Partynächten so einzustellen, dass es den Rasern keinen Spaß mehr macht, sich dort in Szene zu setzen. Zusätzlich könnten auf der Bolzstraße und der Stauffenbergstraße versuchsweise Schwellen angebracht werden, die man nur langsam überfahren kann.
Wir Grünen setzen uns für dieses Maßnahmenpaket ein, denn nur so ist es möglich, das Rowdytum auf der „Theo“ zu unterbinden und für mehr Sicherheit zu sorgen.

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