Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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22.10.2015

Tierschutz

Haushalt 2016/2017 Antrag Nr. 02.11

I. Katzenhilfe

Sie verstecken sich auf verwilderten Grundstücken, Industriebrachen oder Hinterhöfen. Frei lebende Katzen sind scheu und leiden stumm, denn viele von ihnen sind krank und unterernährt. Parasiten und Infektionen, wie der weitverbreitete Katzenschnupfen, schwächen ihre Körper und verbreiten sich beinahe unaufhaltsam. Trotzdem bekommen auch diese Katzen mehrmals im Jahr Nachwuchs. Besonders im Frühsommer gibt es eine Flut von Katzenkindern, auch weil viele Halter ihre Tiere nicht kastrieren lassen und so ungewollter Nachwuchs entsteht. Herrenlose Katzen vermehren sich unkontrolliert (im Normalfall zwei Mal im Jahr 4-6 Nachkommen) und verbreiten vermehrt Krankheiten und Seuchen. Appelle an die Mitverantwortung der Katzenhalter schaffen zwar Abhilfe, lösen das Problem aber nicht.
Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich der mehrere hundert Mitglieder zählende Verein Katzenhilfe Stuttgart e. V. dafür, die Lebensbedingungen von herrenlosen, ausgesetzten und in Not geratenen Katzen in Stuttgart zu verbessern. Die wenigen ehrenamtlichen Mitarbeiter fangen und kastrieren diese Katzen, um die ungezügelte Vermehrung der Tiere einzudämmen. Allerdings können sie die steigende Anzahl der Anfragen aus der Stuttgarter Bevölkerung kaum mehr bewältigen.

Wir beantragen:

Die Arbeit des Vereins Katzenhilfe Stuttgart e. V. wird unterstützt mit

20.000 EUR p. a.

II. Den Taubenbestand tierschutzgerecht regulieren

Menschen und Tauben verbindet eine Jahrtausende alte Geschichte: Als Menschen noch Höhlen bewohnten, waren Tauben wohl die ersten Haustiere. Auch in der Stadt sind Tauben nicht mehr wegzudenken, obwohl sie wenig günstige Lebensbedingungen vorfinden. Überpopulation erschwert zudem die mühsame Suche nach Nahrung und Nistplätzen, Unterernährung ist die Regel. Auch die Toleranz gegenüber Tauben ist in der Bevölkerung rapide gesunken. Viele Bürger sind von den bettelnden Vögeln genervt. Das ist einerseits verständlich, anderseits ist es falsch, die Tiere für diese angespannte Situation verantwortlich zu machen. Um die Überpopulation der Vögel zu regulieren, ist es notwendig, den Bestand zu kontrollieren. Ein sehr gutes und auch aus Sicht des Tierschutzes praktikables Instrument sind betreute Taubentürme, mit denen auch in der Stadt gute Erfahrungen gemacht wurden.

Der weitere Ausbau dieser Taubentürme und die Weiterentwicklung und Überwachung des Konzepts gilt es jetzt zu fördern.

Wir beantragen daher:

1. Weiterentwicklung Konzept zur Regulierung des Taubenbestandes

45.000 EUR p. a.

2. Fachkraft im Amt für Öffentliche Ordnung

0,5 Stelle

Anna Deparnay-Grunenberg Andreas G. Winter

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