Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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22.10.2015

Beratungs- und Ausstiegsangebote für Frauen und Männer in der Prostitution sichern und ergänzen

Haushalt 2016/2017 Antrag Nr. 03.04

Das gute Angebot des Gesundheitsamtes, der Träger der freien Wohlfahrtspflege und der Ehrenamtlichen für Prostituierte in Stuttgart braucht zusätzliche Mittel zur Bewältigung der gewachsenen Aufgaben. Wir begrüßen es deshalb sehr, dass im vorliegenden Haushaltsentwurf die dafür notwendigen Mittel in Höhe von 126.000 EUR p. a. bereitgestellt werden. Die Verwendung dieser Mittel muss zielgerichtet so erfolgen, dass zunächst die größten Engpässe beim Betrieb der Anlaufstelle für weibliche und männliche Prostituierte beseitigt und der dringlichste Beratungsbedarf befriedigt wird.

Wir beantragen daher:

Die im Haushaltsentwurf vorgesehene Erhöhung der städtischen Förderung im Bereich HIV/STI/Prostitution wird in Anlehnung an GRDrs 405/2015 wie folgt verwendet:

1. Für eine 0,25 Fachkraftstelle für Migrantinnen und Migranten und den Einsatz von Sprachmittlern erhält die AIDS-Hilfe einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von

15.000 EUR p. a.

2. Für den Betrieb der Anlaufstelle für weibliche und männliche Prostituierte und den Einsatz einer sozialpädagogischen Fachkraft (0,3 Fachkraftstelle Geschäftsführung, 0,3 Verwaltungskraftstelle Hauswirtschaft, 0,5 Fachkraftstelle Sozialarbeit) erhält der Caritasverband Stuttgart e.V. einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von

55.000 EUR p. a.

3. Für eine 0,75 Fachkraftstelle zur Erweiterung der Ausstiegsberatung und Sachkosten erhält die ZORA gGmbH einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von

38.000 EUR

4. Für den Betrieb der Anlaufstelle (0,3 Verwaltungskraftstelle Hauswirtschaft) und entstehende Sachkosten erhält das Gesundheitsamt zusätzliche Mittel in Höhe von

18.000 EUR p. a

Anna Deparnay-Grunenberg, Andreas G. Winter

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