Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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22.10.2015

Mehr Grün ist gut fürs Stadtklima

Haushalt 2016/2017 Antrag Nr. 02.07

Dieser Sommer hat es wieder deutlich gemacht. Der Klimawandel kommt und er hat starke Auswirkungen insbesondere auf die Stuttgarter Innenstadt. Mehr Grün im öffentlichen Raum, mehr entsiegelte Hinterhöfe und Flächen, mehr Gründächer, mehr begrünte Fassaden, mehr Wasser in der Stadt führen zu einem besseren Kleinklima und schwächen die Folgen der Erhitzung der Stadt im Sommer ab.
Das bisherige Programm „Urbanes Grün“ ist ein Erfolg. Viele Projekte sind entstanden, Bürgerinnen und Bürger holen sich gerne die Unterstützung von der Stadt, sowohl finanziell, als auch fachlich. Die Projekte werden aber mehr und der personelle Aufwand steigt. Deshalb ist es notwendig, die für das Programm zuständige Stelle auszubauen.
Ebenso ist die Anpassung der Planung an den Klimawandel notwendig. Die Werkzeuge haben die Stadt und ihre langjährige Abteilung Stadtklimatologie schon lange. Durch den Mehraufwand, der sich nun in der Stadtplanung ergibt, braucht es hier mehr Personal, um diese Aufgabe zu bewältigen und die Ansprüche der Stadtklimatologie noch besser in die Planungen einzuarbeiten.
Wasser in der Stadt ist ein zentraler Baustein einer lebenswerten Stadt. Zahlreiche Brunnen fließen jedoch nicht, da kein Geld für den Unterhalt da ist. Daher braucht es hier eine Erhöhung des Unterhalts, denn fließt Geld, fließt auch das Wasser.
Bienen fühlen sich in Stuttgart wohl. Damit dies auch weiter so bleibt, wollen wir das Projekt „Stuttgart blüht“ weiterführen, bei dem Samen für Blumenwiesen an die Bürgerinnen und Bürger verteilt, als auch Brachflächen oder monotone Grünbeete in eine Blumenwiese verwandelt werden. Dabei ist aber darauf zu achten, dass es mehr spät blühende Pflanzen gibt, da auch hier der Klimawandel zu spüren ist.
Nicht nur auf den horizontalen Flächen, sondern auch auf den vertikalen Gebäudeelementen, sprich Fassaden, kann Stadtgrün entstehen. Beispiele aus anderen Städten, oftmals im Zuge von Bundes- oder Landesgartenschauen entstanden, weisen den Weg.
Das Rathaus Stuttgart sollte hier für die StuttgarterInnen eine Vorreiterrolle übernehmen und beispielhaft die Fassade des Anbaus Richtung heutiger Rathausgarage mit begrünten Elemente gestalten. So wird nicht nur der sommerlichen Hitze begegnet, sondern auch mehr Feinstaub gebunden.

Wir beantragen daher:

1. Erhöhung der Stelle beim Stadtplanungsamt beim Programm „Urbanes Grün“ um 0,5 auf 1,0 Stellenanteile

0,5 Stellen

2. Schaffung einer Stelle für die Stadtklimatologische Planung beim Amt für Umweltschutz

1,0 Stellen

3. Sanierung Stadtgrün zusätzlicher Gärtner

1,0 Stellen

4. Projekt „Stuttgart blüht“, mehr Blumenwiesen in der Stadt

20.000 EUR

5. Planung Pilotprojekt „Stadtgrün erobert die Rathausfassade“

10.000 EUR

Anna Deparnay-Grunenberg, Andreas G. Winter

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