Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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22.10.2015

Nahverkehrsförderung – Neubürgerticket 2.0

Haushalt 2016/2017 Antrag Nr. 02.01

Trotz zahlreicher verkehrspolitischer Maßnahmen nimmt in Stuttgart der motorisierte Verkehr weiter zu. Aus diesem Grund sind erhebliche Aufwendungen zu einer Milderung der Feinstaubbelastung, des Lärms und einer Förderung des nachhaltigen Verkehrs notwendig. Der Haushaltsentwurf 2016/2017 sieht hierfür bereits zahlreiche Maßnahmen vor und setzt hiermit den konsequenten Weg zu einer nachhaltigen Mobilität fort.
Mit der Förderung des erfolgreichen Job- und des Sozialtickets hat die Stadt ihren Beitrag zum Umstieg in den Nahverkehr im vergangenen Doppelhaushalt deutlich ausgebaut. Hierdurch hat sich die positive Nutzerentwicklung des Nahverkehrs in Stuttgart fortgesetzt, der deutschlandweit überdurchschnittliche Zuwachsraten verzeichnen kann.
Wir wollen die positive Nutzerentwicklung dauerhaft stützen und vor allem möglichst viele Menschen, die im Alltag vorwiegend ihre Wegstrecken mit dem Auto zurücklegen, dazu bewegen, die Vorteile des ÖPNVs kennen zu lernen und öfter umzusteigen. Wir sind der Überzeugung, dass es wichtig ist, neue Mobilitätsgewohnheiten im richtigen Moment zu fördern. Verkehrspsychologisch bekannt ist, dass sich ein günstiges Zeitfenster ergibt, wenn Menschen in eine neue Stadt umziehen oder wenn sich ihre familiäre Situation ändert. Deshalb fordern wir die Stadtverwaltung auf, in Zusammenarbeit mit der SSB und dem VVS folgende zwei Angebote zu entwickeln:

– Eine Neuauflage des Neubürgertickets in Form eines angemessenen Startguthabens auf der Polygo-Karte für Menschen, die ihren ersten Wohnsitz erstmals in Stuttgart anmelden.
– Die Einführung eines ähnlichen Angebots für ein Elternteil bei der Geburt eines Kindes, „ein Babyticket“, um in dieser neuen Lebensphase neue Mobilitätsgewohnheiten zu fördern.

Wir beantragen daher:

Um ein Neubürgerticket und ein Babyticket schnell einzuführen,
erhalten SSB und VVS einen Zuschuss in Höhe von

500.000 EUR

Anna Deparnay-Grunenberg, Andreas G. Winter

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