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08.10.2015

Verkehrskonzept rund um den Marienplatz

Antrag

Der Marienplatz wird von der Bevölkerung gut angenommen, die Fläche ist bespielt, oft finden Märkte statt, in den Cafés am Kaiserbau sitzen viele Leute, laufen Kinder kreuz und quer. Gleichzeitig führt die viel befahrene Hauptradroute 1 über den Platz. Derzeit werden die Radfahrer über die Gehwege des Marienplatzes in die Tübinger Straße geführt. Der Radweg kreuzt die Fußgängerströme zu den Bushaltestellen und zum U-Bahn-Ab- und Aufgang. Radfahrer/innen, die von und zur Filderstraße wollen, werden an der Gastronomie entlang geführt. Das stresst Fußgängerinnen und Fußgänger. Auf den Fahrbahnen rollt der Autoverkehr um den Platz herum von und zur Tübinger Straße und Hohenzollernstraße.
Autofahrer biegen teils ohne zu blinken in die Tübinger Straße ein, wo Radfahrer links auf den Platz in den Weg am Kaiserbau entlang zur Filderstraße hoch geführt werden. Auf den Fahrbahnen sind Busse unterwegs. Es gibt zwei Fußgängerampeln, aber Fußgänger laufen auch bei Rot über die Straße, wenn sie den Bus erreichen wollen. In der Böblinger Straße herrscht Parkplatzsuchverkehr, Autos parken regulär in zweiter und dritter Reihe. Radfahrer, die auf der Fahrbahn fahren, finden sich zwischen Busspur und Beschleunigungs-Autoverkehr wieder. Das ist kein charmantes Chaos mehr, das ist Stress für Fußgänger und Radfahrer.
Eine Verbreiterung des Fußgängerüberwegs beim alten Rewe zu einem Fußgänger- und Radüberweg, wie er jetzt ausgeführt werden soll, reicht als Maßnahme nicht aus, zumal er die Radler wieder massiv in den Fußgängerbereich auf dem Marienplatz lenkt.

Deshalb beantragen wir:

1. Die Verwaltung erarbeitet ein umfassendes Verkehrskonzept rund um den Marienplatz, das Radfahrverkehr vom Fußverkehr trennt und die Radfahrer/innen möglichst zügig über die Fahrbahnen führt. In das Konzept sollen die Böblinger Straße bis zur Tannenstraße als Alternative zur jetzigen Führung der Hauptradroute 1 durch den Fußgängerbereich miteinbezogen werden, ebenso wie die Kolbstraße als Radverbindung zwischen Tübinger- und Filderstaße/Heusteig.
2. Die Neuanlage und Verbreiterung des Fußgänger-/ Radübergangs beim alten Rewe
–Möhringer Straße, verkehrsberuhigter Bereich – wird zurückgestellt, bis ein umfassendes Verkehrskonzept vorliegt und in dessen Rahmen neu bewertet.

Christine Lehmann, Anna Deparnay-Grunenberg

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