Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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05.10.2015

Weiterentwicklung der Machbarkeitsstudien

1. Keine Campus-Mensa am Paracelsus-Gymnasium Hohenheim 2. Campus durch Mensa an der Anne-Frank-Realschule und der Heilbrunnenschule entwickeln
Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von CDU, GRÜNE und SPD

1.

In der GRDrs 306/2015 wird die Einrichtung einer Campus-Mensa am Paracelsus-Gymnasium Hohenheim (PGH) für diese Schule und die Körschtalschule vorgeschlagen. Nach einem Gespräch mit der aktuellen Schulleitung des PGH wird diese Lösung von der gesamten Schulgemeinde Gesamtlehrerkonferenz, Elternbeirat, SMV sowie die Schulkonferenz einstimmig abgelehnt, da die Schule in dieser Lösung keinen Vorteil sieht.
Nach Ausführungen der Schule ist “die mit dieser Lösung durchgeführte Überdachung der Innenhöfe eine einhergehende Zerstörung verbunden und bringt den Verlust eines der wenigen wirklich ansprechenden, ästhetisch wie funktional bedeutenden architektonischen Merkmale des Paracelsus-Gymnasiums mit sich.
Diese Innenhöfe sind helle Außenbereiche, die in den Pausen als Aufenthaltsorte der Schülerinnen und Schüler dringend benötigt werden. Sie enthalten viel genutzte und wichtige Bewegungs-, Aktivitäts- und Spielmöglichkeiten, wie z.B. Tischtennisplatten und Schachfelder. Das Paracelsus-Gymnasium ist eine zertifizierte weiterführende Schule mit Bewegungsschwerpunkt. Dieses WSB-Zertifikat würde durch die Überbauung der Innenhöfe gefährdet.
Der durch die Überdachung neu geschaffene Raum brächte dem Paracelsus-Gymnasium keinen zusätzlichen Nutzen, da die tägliche Essensausgabe sowie der Verzehr der Speisen jeden Tag den ganzen Raum in Anspruch nehmen würden. Somit wäre eine andere Nutzung kaum mehr möglich, da man ja noch nicht einmal einige Gegenstände vom Vormittag bis zum Nachmittag – geschweige denn über mehrere Tage hinweg – stehen lassen könnte.”
In den Gesprächen mit den Schulleitungen wurde mitgeteilt, dass eine Lösung auf dem Areal der Körschtalschule von beiden bevorzugt wird. Laut Aussage von Frau Hahn, der Schulleiterin der Körschtalschule, ist die provisorische Mensa in den Räumen der bisherigen Landwirtschaftliche Schule für das Schuljahr 2015/2016 ausreichend. Ab dem darauffolgenden Schuljahr sind weitere 100 Essen pro Schultag notwendig, so dass die Kapazität erweitert werden muss. Bis zu einer Realisierung eines Mensaneubaus auf dem Areal der Körschtalschule ist das Paracelsus-Gymnasium hierzu gerne bereit , Schülerinnen und Schüler der Körschtalschule in dieser Größenordnung in ihrer bestehenden Mensa mit zu verköstigen.

Wir beantragen:

uns mitzuteilen, wie hoch die Kosten bei den Varianten 1 bis 3 sind, bevor eine endgültige Festlegung der weiteren Vorgehensweise erfolgt. Im Übrigen entspricht die vom Schulverwaltungsamt nun favorisierte Variante nicht der in der Machbarkeitsstudie als erste Präferenz genannten Lösung. Diese beschreibt nämlich den Neubau einer Mensa auf dem Gelände der Körschtalschule.


2.

Die Anne-Frank-Realschule in Stuttgart-Möhringen hat sich zur Gemeinschaftsschule weiterentwickelt. Der daraus resultierende Raumfehlbedarf wird mit 1.700 qm in der Gemeinderatsdrucksache 305/2015 anerkannt. Die in der Machbarkeitsstudie und von der Verwaltung vorgeschlagene Variante 4 hat den Nachteil, dass sich die Mensa am Ende des Campus wiederfindet. Dies ist für die Schüler der Heilbrunnenschule und dem Gedanken einer Campuslösung in dieser Variante unzureichend gelöst.

Wir beantragen:

die Variante 4 zur Grundlage der Weiterentwicklung am Campus Anne-Frank-Schule und Heilbrunnenschule zu nehmen. Der Baukörper der geplanten Mensa muss sich um 90 Grad drehen um einen Campus der beiden Schulen zu bilden. Vielleicht ließe sich bei dieser Variante dann auch wieder eine Hausmeisterwohnung an diesem Standort realisieren.

Dr. Carl-Christian Vetter, Iris Ripsam; Fred-Jürgen Stradinger (CDU-Fraktion); Andreas G. Winter, Gabriele Nuber-Schöllhammer, Gabriele Munk (Bündnis 90/Die Grünen); Dr. Maria Hackl, Marita Gröger, Hans-Peter Ehrlich (SPD-Fraktion)

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