Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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16.06.2015

Autofreier Bereich mit vielen Ausnahmen auf der Waldau?

Antrag

Während der Planungswerkstatt Waldau 2012 ergab sich der glückliche Umstand, dass die Stadt die Möglichkeit erhielt, die Vereinsgaststätte „Halbzeit“ zu erwerben. Hiermit bot sich die Chance, die notwendige und langersehnte Ballsporthalle für die Waldschule und Vereine zu errichten und einen autofreien Bereich zwischen Stadtbahnhaltestelle, Waldschule und Eiswelt herzustellen. Dies wurde dem Gemeinderat in mehreren die Waldau betreffenden Drucksachen dargelegt. Die Überraschung kam dann am 15.06.2015 beim Rückfragen-Kolloquium zum Wettbewerb für die Sporthalle: Vom autofreien Bereich bleibt nicht mehr viel übrig – die Verwaltung hat entschieden!
Eine Wendemöglichkeit wird im Georgiiweg notwendig für Autofahrer, die keinen Parkplatz mehr ergattern. Eine weitere Wendemöglichkeit wird für den Kesslerweg benötigt, da dieser zukünftig in beide Richtungen befahrbar sein soll. Und dann gibt es noch zusätzlich eine Notbefahrbarkeit zwischen Kesslerweg und Georgiiweg für Müllabfuhr, Krankenwagen, Polizei, Feuerwehr und auch für die Mannschaftsbusse der Eiswelt. Damit wird der Konsens „weniger Autoverkehr und mehr Aufenthaltsqualität“ für die Waldau durch die Schaffung von Tatsachen konterkariert und die beteiligten BürgerInnen und Vereine werden vor den Kopf gestoßen. Nennt man so etwas einen autofreien Bereich? Dies hat dann doch zu weiteren Rückfragen und Verunsicherungen geführt, so dass als Lösung im Kolloquium vorgeschlagen wurde: Wie und wo die Busse an- und abfahren oder gar wenden, ist nicht Gegenstand der Wettbewerbsaufgabe.

Wir beantragen:

1. Im Ausschuss für Umwelt und Technik (UTA) wird noch vor der Sommerpause berichtet, welche Lösungen für die Mannschaftsbusse der Eiswelt von der Verwaltung vorgeschlagen werden, damit diese nicht den „autofreien Bereich“ durchfahren müssen.
2. Es wird geprüft, ob die Mannschaftsbusse auf dem neuen Parkplatz der Eiswelt im Kesslerweg wenden können.
3. Es wird geprüft, welche Auswirkungen das Wenden dieser Busse im Bereich Eiswelt am Königsträßle hat.
4. Im UTA wird das Verkehrskonzept Waldau erläutert unter Berücksichtigung der verschiedenen Nutzungsänderungen seit der Planungswerkstatt.
5. Die Antworten an die Wettbewerbsteilnehmer zum Erschließungsthema werden unverzüglich an die UTA-Mitglieder weitergeleitet.

Beate Schiener, Anna Deparnay-Grunenberg

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