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15.06.2015

Mineralbad Berg

Tücken einer Sanierung im Bestand
Antrag

Im Juli 2014 haben wir im Rahmen des Vorprojektbeschlusses dem Raumprogramm vom 14. Mai 2014 zur Generalsanierung des Mineralbads Berg zugestimmt. Am 8. Mai 2015 wurde seitens der Verwaltung die Vorlage zum Projektbeschluss eingebracht.
Die Ausgangssituation ist die Notwendigkeit der umfassenden Generalsanierung auf Grund des baulichen und technischen Zustands des Bades. Das Erscheinungsbild der 50er Jahre soll auch nach der Sanierung weitgehend erhalten bleiben, jedoch dabei eine zeitgemäße Attraktivitätssteigerung erfolgen. Dabei haben wir immer den Dreiklang der Mineralbäder Leuze (Familie und Spaß), MineralBad Cannstatt (Gesundheit, Reha) und eben des Mineralbads Berg (Kultbad, besonderes Ambiente und Alleinstellungsmerkmal durch die Parkanlage und den Charme dieser Anlage als Ganzes) samt deren Zielgruppen bzw. die Neugewinnung von Gästen im Auge gehabt, die neben dem Schwimmen auch ein erweitertes Sauna-, Wellness- und Fitnessangebot schätzen.
Die Planungen zwischen Vorprojekt- und Projektbeschluss weichen in Teilen voneinander ab. Wir können gut die Zwänge des Bauens im Bestand und die Einschränkungen durch das Gelände nachvollziehen, sehen auch die heute höheren Anforderungen an Technik und Sicherheit und wissen um die langen Abwägungen von Kompromissen bis in die Details seitens der Verwaltung, die diesen Zwängen geschuldet sind. Wir sehen jedoch trotzdem noch Optimierungspotential und wollen uns bei diesem Gesamtvolumen der Mühe unterziehen, gewisse Möglichkeiten geprüft zu haben.

Wir beantragen daher:

Die Verwaltung legt zur nächsten Sitzung des Bäderausschusses eine Gegenüberstellung der Alternativen – wenn möglich bereits mit Angabe der Kosten – vor und gibt damit dem Rat die Möglichkeit, darüber zu beraten und abzustimmen. Zudem gibt sie eine Einschätzung über die Verlässlichkeit der vorliegenden Aufstellung der Gesamtkosten.

Zu den zu prüfenden Alternativen gehören aus unserer Sicht:

1. Möglichkeit der Beibehaltung eines ergänzenden Fitness- und Bewegungsangebots zur Abrundung des Gesamtangebotes.
2. Beleuchtung und damit Attraktivierung der Außenanlagen in der zuerst angedachten Form.
3. Prüfung Solarthermie, Darstellung der Wirtschaftlichkeit bei 20-jährigem Betrieb.
4. Organisation der Gastronomie / Trocken- und Nassgastronomieangebote und Platzbedarf. Dazu: Wurde untersucht, die in Richtung Steubenstraße im Park liegenden Gastronomiegebäude so zu ertüchtigen bzw. baulich zu verändern, dass diese separat betrieben und verpachtet werden können , im Bad selber lediglich eine Nassgastronomie in kleinerem Rahmen notwendig ist und dadurch Platz für z. B. Fitnessangebote gewonnen werden kann? Was wäre an Pachteinnahmen für eine abgetrennte Gastro oben, erschlossen über einen eigenen Zugang von der Steubenstraße, zu erzielen und welche Ausbausumme könnte damit wirtschaftlich für diesen Bereich dargestellt werden?
5. Verzicht auf den Warmbadetag und den damit verbundenen höheren Technik- und Kostenaufwand.
6. Erhalt des Bestandskellers unter dem jetzigen Bewegungsbad und dadurch zusätzlicher Platz für andere Angebote.

Andreas G. Winter, Silvia Fischer, Petra Rühle, Anna Deparnay-Grunenberg

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