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06.05.2015

Ganztagsgrundschulen stufenweise einführen! Forderung: Ausnahmegenehmigung für drei Stuttgarter Schulen

Pressemitteilung

Die Grünen im Stuttgarter Rathaus sind sehr irritiert über das Agieren des Kultusministeriums im Umgang mit der Einführung der Ganztagsgrundschule in einigen Stuttgarter Schulen. Die Ratsfraktion ist davon ausgegangen, dass der sukzessive Aufbau von Ganztagsgrundschulen in Stuttgart Konsens sei.
Nachdem es zurecht eine Beschwerde der Landeshauptstadt gab, ist das Kultusministerium zurückgerudert und machte es grundsätzlich möglich, dass Grundschulen stufenweise auf Ganztagsgrundschulbetrieb umstellen können – aber erst zum Schuljahr 2016/17. „Wir sind froh über dieses Einlenken, sind aber auch der Meinung, dass es nun für die Schulen, die zum kommenden Schuljahr 2015/16 an den Start gehen wollen, eine Ausnahmegenehmigung geben muss“, sagt die schulpolitische Sprecherin Gabriele Nuber-Schöllhammer. Die Schulen seien bereit. Die Kinder, Eltern und Kollegien, haben sich auf die Ganztagsgrundschule eingestellt und darauf vorbereitet diese, wie üblich, stufenweise einzuführen.
Grundsätzlich ist es der Grünen Gemeinderatsfraktion wichtig, innerhalb der Ganztagsgrundschule so viel Flexibilität wie nötig zu ermöglichen. Auch um gegenüber SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen Verlässlichkeit zu signalisieren und Vertrauen aufzubauen. Dazu gehört auch, dass die Ganztagsgrundschule in Wahlform bestehen bleibt. Das bedeutet, dass nur die Kinder in Ganztagsklassen gehen, die sich dafür entscheiden. Daneben bleiben die Halbtagsklassen erhalten. Und auch für diese Schülergruppe muss es weiterhin Angebote am Nachmittag geben, wie zum Beispiel die Jugendfarmen, Kinder- und Jugendhäuser.
„Wir brauchen einen sanften Übergang hin zur Ganztagsgrundschule und sind uns sicher, dass sich dieses erweiterte, qualitativ hochwertige Angebot durchsetzen wird. Leider macht das Kultusministerium mit derart unverständlichen Aktionen viel kaputt und verspielt Vertrauen“, so Nuber-Schöllhammer.

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