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10.04.2015

Naturnahe Pädagogik in Stuttgart: Jugendfarmen stärken und erhalten (+ Antwort)

Antrag

Jugendfarmen bieten Kindern naturnahe Erfahrungs- und Erlebnisräume an, die in einer Großstadt wie Stuttgart selten sind. Dieses pädagogisch wertvolle Angebot muss in Stuttgart auch in Zukunft erhalten bleiben, auch wenn sich die Rahmenbedingungen für die Schulkindbetreuung – insbesondere durch die Ganztagsschule – verändern.
So wird es z.B. ab dem kommenden Schuljahr in der Wolfbuschschule in Weilimdorf einen Ganztageszug geben, den wir sehr begrüßen. Für viele Eltern ist dies eine Garantie für eine gute Förderung und Betreuung ihrer Kinder bis 17 Uhr.
Für die Kinder, die nicht an der Ganztagsschule teilnehmen, muss es aber auch in Zukunft möglich sein, am Nachmittag andere pädagogische Angebote in Anspruch zu nehmen. Dies ist ein Gebot der Wahlfreiheit der Betreuungsform und der Erhaltung pädagogischer Vielfalt in Stuttgart.
Die Jugendfarmen bieten sich unserer Ansicht nach hier geradezu in idealer Art und Weise an. So gibt es in der Jugendfarm Weilimdorf eine moderne, gut ausgestattete Küche und Räumlichkeiten für Hausaufgabenbetreuung. Außerdem bietet das Gelände attraktive Spielmöglichkeiten im Freien mit viel Bewegung. Der Jugendfarm in Weilimdorf, aber auch an anderen Standorten, muss es im Sinne einer Planungssicherheit gestattet werden, mit Eltern individuelle Absprachen und Verträge über einzelne an der Jugendfarm gewährte Leistungen zu vereinbaren.
Darüber hinaus muss es unser pädagogisches Ziel in Stuttgart sein, die Angebote von Jugendfarmen eng mit der Ganztagsschule zu verknüpfen, damit diese Form der ganzheitlichen Pädagogik unseren Grundschulkindern zugutekommt.

Wir fordern:

1. Zur ihrer eigenen Planungssicherheit ist es den Jugendfarmen gestattet, mit Eltern Verträge über einzelne Leistungen wie Mittagessen oder Hausaufgabenbetreuung zu schließen.
2. Die Verwaltung berichtet, welche Kooperationen zwischen Jugendfarmen und Schulen bestehen und wie diese ggf. ausgeweitet werden können. Sie lädt dazu Vertreterinnen und Vertreter der Jugendfarmen ein.

Vittorio Lazaridis, Clarissa Seitz, Gabriele Nuber-Schöllhammer, Anna Deparnay-Grunenberg

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