Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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13.03.2015

Jobticket im VVS – Erfolg muss sich lohnen!

Antrag

Das vom Arbeitgeber bezuschusste Jobticket ist ein voller Erfolg – nicht nur beim Arbeitgeber Landeshauptstadt Stuttgart. Neben der Stadt bezuschussen inzwischen an die 180 Unternehmen im Verbundgebiet das Jobticket ihrer Beschäftigten und haben dem VVS dadurch viele Neukunden beschert. Allein bei der Stadt konnten bis Ende 2014 über 4.500 zusätzliche Jobticketabos abgeschlossen werden. 4.500 Neukunden, die neben den 5.450 städtischen Bestandskunden nun öfter oder regelmäßig mit Bus und Bahn zur Arbeit fahren und so einen aktiven Beitrag leisten für bessere Luft und weniger Lärm in der Stadt.
Derzeit muss ein Arbeitgeber mindestens 10 Euro Zuschuss bezahlen um für seine Beschäftigten im Gegenzug zusätzliche 5 % Rabatt zu bekommen. Bei einer Erhöhung dieses Zuschusses beispielsweise auf den durchschnittlichen Zuschuss von ca. 28 Euro des Arbeitgebers Stadt Stuttgart gibt es – die Zahlen zeigen es – eine deutlich höhere Anreizwirkung zum Umstieg auf den ÖPNV und damit auch deutlich höhere Neukundengewinne und deutlich höhere Erlöse bei den Verkehrsunternehmen als beim Mindestzuschuss. Diese zusätzlichen Neukundengewinne werden aber im Rabattsystem des VVS bisher noch nicht honoriert. Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer profitieren von diesem höheren Beitrag der Unternehmen zur Kundenakquise.
Wir finden, das muss sich ändern, auch weil durch ein stärkeres Entgegenkommen des VVS bei der Rabattierung der Hebeleffekt dieses Anreizes zum Umstieg auf den ÖPNV vergrößert würde. Mehr Unternehmen würden ein Jobticket anbieten und die Bereitschaft würde steigen, höhere Zuschüsse als den Mindestzuschuss zu gewähren. Verkehr, Umwelt und die ÖPNV-Unternehmen würden von einem solchen attraktiveren Rabattsystem profitieren.

Wir beantragen deshalb:

SSB und VVS erarbeiten neue Konditionen für das Jobticket, bei denen die Rabattierung in einem Stufenmodell an die Zuschusshöhe gekoppelt wird. Beispielsweise könnte die Rabattierung wie heute bei einem Mindestzuschuss von 10 Euro mit 10 Prozent beginnen und dann in 5-Euro-Zuschussstufen um jeweils 2 Prozentpunkte ansteigen.

Anna Deparnay-Grunenberg, Jochen Stopper (BÜNDIS 90 / DIE GRÜNEN), Alexander Kotz, Jürgen Sauer (CDU)

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