Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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24.02.2015

Berufliche Schulen stärken (+ Antwort)

Antrag

Mit dem stetigen und zukünftig wohl auch weiter anhaltenden Rückgang der Schülerzahlen an den beruflichen Schulen erscheint es unabdingbar, eine Umstrukturierung der Schullandschaft vorzunehmen. Mit der Vorlage 736/2014 wurde dem Gemeinderat eine großanlegte Veränderung der beruflichen Schulen vorgeschlagen.
Wie schon bei den allgemeinbildenden Schulen hat diese Vorlage, und der damit einhergehende Schulentwicklungsplan für die Berufsschulen, bei den betroffenen Schülern und Lehrern teilweise zu erheblicher Verunsicherung geführt. Auch die Anwohner in den betroffenen Stadtbezirken sorgen sich um ihre Schulbezirke und die veränderten Nutzungen der Schulgebäude.
Hier erscheint es wichtig und nötig, die vorgeschlagenen Handlungsbedarfe und passenden Lösungsansätze gut zu prüfen und weitere Lösungsansätze mit einzubeziehen. Denn die zukünftigen schulischen Kompetenzzentren müssen einer langfristigen Stärkung der Berufsschulen und des Schulstandorts Stuttgart und letztendlich der Zufriedenheit der Lehrer, Schüler und Bewohner der Stadtteile dienen.

Wir beantragen daher die Aufnahme folgender Punkte in die GRDrs 736/2014:

Zu Punkt 3b – Handlungsfeld „Kaufmännische Schulen“:
Weiterreichende Prüfung der Nachnutzung des teilweise denkmalgeschützten Schulgebäudes Zellerstraße 35 und 37 (Kaufmännische Schule Süd) nach den Kriterien Nachnutzung Schulgebäude und auch anderweitiger Nutzung.

Zu Punkt 4a – Handlungsfeld “Metalltechnische Schulen”:
Streichung des letzten Halbsatzes (”…in einer Variante unter Berücksichtigung zusätzlich erreichbarer Synergien bei Fusion beider Schulen)
Die Max-Eyth-Schule und die Robert-Mayer-Schule sind bereits jetzt große Schulen in den Berufsfeldern Industrie und Handwerk mit auch in Zukunft stabilen Schülerzahlen. Wir befürworten die Stärkung als Kompetenzzentren und die damit verbundene Prüfung zum Ausgleich des Raumdefizits. In einer möglichen Fusion sehen wir keine weiteren Vorteile.

Zur Prüfung der genannten “räumlichen Umstrukturierungen” an der Wilhelm Maybach-Schule legt die Verwaltung vorab dar, welche Raumressourcen ohne bauliche Einschränkungen am Standort überhaupt noch bestehen, da dort ein Interminsbau bereits in der Bauverbotszone steht.

Zu Punkt 5b – Handlungsfeld „Berufsübergreifende Schulen“:
Weiterreichende Prüfung der Nachnutzung des denkmalgeschützten Gebäudes Hohenheimer Straße 12 (Technische Oberschule) nach den Kriterien Schulgebäude und auch anderweitiger Nutzung. Ein Leerstand der beiden Schulgebäude, ist unbedingt zu vermeiden.

Zu Punkt 6 – Handlungsfeld “Landwirtschaftliche Schule”
Wie bereits in dem gemeinsamen Antrag 41/2014 formuliert, bleiben wir bei unserer Aussage, dass die landwirtschaftliche Schule eine “Zukunft in Hohenheim” haben soll.

Zu Punkt 3.3.1 „Kaufmännische Schulen“:
Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule
Prüfung einer weiterreichenden Stärkung des Kompetenzzentrums für Verlagswesen/Marketing und Sport/Gesundheit mit zusätzlicher Aufnahme der Sport- und Fitnesskaufleute sowie der Kaufleute im Gesundheitswesen aus dem Bildungsangebot der Kaufmännischen Schule 1 sowie Abgabe der Pool-klasse an die Kaufmännische Schule Nord.

Kaufmännische Schule 1
Prüfung des vorgeschlagenen Kompetenzzentrums mit Abgabe des Profils Gesundheit an die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule.

Zu Punkt 3.3.3 „Berufsfeldübergreifende Schulen“:
Für die weitere Planung in Bezug auf die Technische Oberschule beantragen wir,
die Prüfung der Aufhebung der Technischen Oberschule am Standort Hohenheimer Straße 12 und Zusammenführung mit der Kerschensteinerschule am Standort Steiermärker Straße 72 in Feuerbach sowie Prüfung der Zusammenführung mit der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau am Standort Ro-senbergstraße 17 sowie an möglichen neuen Standorten (siehe unten).
Sollte das Gebäude der Technischen Oberschule an der Hohenheimer Straße frei werden, prüft die Verwaltung, ob dies wegen der guten Erreichbarkeit nicht der Standort für eine “Schule für Erwachsene” sein kann.

Gewerbliche Schule Im Hoppenlau:
Prüfung eines Neubaus der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau gem. Antrag Nr. 357/2014 der CDU-Fraktion im Gebiet Hedwig-Dohm-Schule/Alexander Fleming Schule oder eines anderen möglichen Schulstandorts.

Gabriele Nuber-Schöllhammer, Peter Pätzold (Grüne), Nicole Porsch, Alexander Kotz (CDU), Marita Gröger, Martin Körner (SPD), Christian Walter, Tom Adler (SÖS-Linke-PluS)

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