Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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05.09.2014

Car Sharing ausbauen (+ Antwort)

Antrag

Car Sharing nimmt immer mehr an Beliebtheit zu. Auch in Stuttgart. Nutzer schätzen die Möglichkeit, nur dann über ein Fahrzeug verfügen zu können, wenn sie es wirklich benötigen, in diesem Fall aber auch dessen Größe dem Zweck entsprechend wählen zu können. Und die Stadt profitiert von der Erweiterung ihres Angebots an Öffentlichem Verkehr, zudem senkt Car Sharing den Flächenbedarf des Verkehrs und leistet einen wichtigen Beitrag zu Luftreinhaltung, Lärm- und Klimaschutz. Allerdings haben alle Anbieter das Problem, dass zu wenig Stellplätze zur Verfügung stehen.
Bremen, ein Car Sharing-Pionier, hat gute Erfahrungen gemacht: Durch die gemeinschaftliche Fahrzeugnutzung sind mehr als 2.000 Fahrzeuge weniger in der Stadt unterwegs und verstopfen nicht mehr die Straßen und Gehwege. Um diesen Effekt über Tiefgaragen zu erzielen, hätte die Stadt zwischen 30 und 50 Mio. Euro investieren müssen. Car Sharing spart somit der Kommune, den Unternehmen und den Steuerzahlern Geld. Dementsprechend baut Bremen sein Angebot weiter aus und bietet Plätze an den sogenannten Mobilpunkten für Car Sharing-Unternehmen zur Miete an, also an Netzknoten, an denen schnell und einfach zwischen verschiedenen Verkehrsträgern im Öffentlichen Verbund gewechselt werden kann.
Stuttgart ist hier noch zögerlich unterwegs. Vor zwei Jahren wurde mündlich im Ausschuss für Umwelt und Technik beantragt, dass die Stadt 50 Stellplätze in ihren eigenen Tiefgaragen, Parkhäusern und auf städtischen Flächen zur Verfügung stellt. Bisher gibt es dazu aber keine Rückmeldung. Alleine in der Rathausgarage könnten mindestens drei Stellplätze angeboten werden. Mitten in der Stadt.
In den bisherigen Diskussionen zum Car Sharing haben wir immer wieder festgestellt, dass die Stadt selbst nicht so recht weiß, wie viele Stellplätze sie vermietet hat und wo sie noch Flächen hat, die mögliche Stellplätze für Car Sharing-Autos wären. Eine Bestandsaufnahme der bisher an extern vermieteten Flächen ist deshalb angebracht.

Wir beantragen daher:

1. Die Stadt stellt dar, wie die 50 geforderten Stellplätze für Car Sharing umgesetzt wurden. Falls bisher nicht erfolgt, stellt sie dar, wie die Plätze bis Ende 2014 zur Verfügung gestellt werden können.
2. Die Stadt, explizit das Tiefbauamt, das Liegenschaftsamt und das Schulverwaltungsamt, erarbeitet bis Ende 2014 eine Aufstellung ihrer extern für Fahrzeug-Stellflächen vermieteten Flächen (Parkplätze, Tiefgaragen, Parkhäuser, etc.)

Peter Pätzold, Jochen Stopper

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