Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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28.07.2014

Die Grünen trauern um Doris Peppler-Kelka

Pressemitteilung

Die Gemeinderatsfraktion und der Kreisvorstand der Stuttgarter Grünen trauern um Doris Peppler-Kelka. Die Altstadträtin ist in der Nacht zum Montag im Alter von 70 Jahren nach langer Krankheit gestorben.
Doris Peppler-Kelka hat die Geschichte der Stuttgarter Grünen mit geschrieben. Im Jahr 1989 hat sie zum ersten Mal für den Gemeinderat kandidiert, den Einzug damals noch knapp verpasst. Stattdessen engagierte sie sich im Kreisvorstand der Stuttgarter Grünen und setzte sich im Bezirksbeirat Birkach/Plieningen für die von ihr sehr geliebte Filder-Landschaft ein. Deren weiterer Zersiedelung trat sie, wo immer möglich, energisch entgegen.
1995 gelang ihr der Sprung in den Gemeinderat der Stadt Stuttgart, dem sie bis 2009 angehörte. Sie vertrat als Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Technik die Interessen zahlreicher Bürger und Initiativen, die sich für die Natur in Stuttgart, für Grün- und Spielflächen eingesetzt haben.
Besonders am Herzen lagen der leidenschaftlichen Ökologin und Naturliebhaberin die grünen Lungen der Stadt und die Bäume. Der Spruch „Wenn Bäume wählen könnten“ brachte es als Wahlkampfspruch bei ihr auf den Punkt.
Mit dem Verein „Förderkreis Stuttgarter Apfelsaft – Ökologischer Streuobstbau in Stuttgart“, dem sie lange Jahre vorstand, klärte sie über den ökologischen Wert des Streuobstanbaus auf und fördert das Bewusstsein für Naturschutz und Landschaftserhaltung. Schulklassen und Kindergartengruppen bot sie auf den Streuobstwiesen am Birkacher Osthang und am Rohrer Weg in Möhringen ein eindrückliches Naturerlebnis. Vom „Stuttgarter Apfelsaft“ wurden bislang Millionen von Flaschen verkauft.
Mit viel Durchhaltevermögen konnte sie die Erarbeitung des Stuttgarter Landwirtschaftskonzepts erreichen, das Landwirten dabei unterstützen will, auch zukünftig in der Stadt als Partner der Nachhaltigkeit zu wirtschaften. Auch hier legte sie hohen Wert auf ein pädagogisches Element: Die Kinder sollen wissen, wo die Milch und das Obst herkommen.
Im letzten Jahr wurde Doris Peppler-Kelka in Anerkennnung ihrer Verdienste für die Stadt das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Doris Peppler-Kelka war bekannt als eine Politikerin, die nie den Kampf für eine Sache aufgab und einen langen Atem hatte. Leider hat Doris nun ihren letzten Kampf gegen ihre Krankheit verloren. Wir werden sie vermissen. Durch ihr Engagement, ihre liebenswerte Art, ihren unbesiegbaren Optimismus und ihre Begeisterungsfähigkeit hat Doris viele Samen gesät, die in Zukunft blühen werden.

Anna Deparnay-Grunenberg, Peter Pätzold (Fraktionsvorsitzende), Muhterem Aras, Mark Breitenbücher (Kreisvorsitzende)

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