Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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Petra Rühle

Petra Rühle

M.A. Geschichte, Germanistik; Freie Redakteurin
Jahrgang 1976

Persönliches

Stuttgart ist eine attraktive Stadt und ich möchte mit daran arbeiten, sie noch lebenswerter zu gestalten. In Stuttgart bin ich geboren, aufgewachsen und kam immer wieder gerne hierher zurück. Meine langjährige Arbeit im Kulturbereich, mein Einsatz für den Umweltschutz sowie mein soziales Engagement brachten mich zur Kommunalpolitik.

Geboren bin ich in Bad Cannstatt, Kindheit und Jugend verbrachte ich zunächst in Zuffenhausen, danach in Stuttgart-Süd und habe am Königin-Katharina-Stift Abitur gemacht. Mittlerweile lebe ich im schönen Stuttgarter Osten. Ich bin staatlich geprüfte Modedesignerin. Anschließend machte ich meinen Magister in Geschichte und Germanistik an der Universität Stuttgart. Ich habe im Kommunalen Kino Stuttgart gearbeitet und war anschließend für die Pressearbeit des Internationalen Trickfilm Festivals Stuttgart zuständig. Derzeit arbeite ich als Büroleiterin für den Landtagsabgeordneten Nikolaus Tschenk und freiberuflich im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für verschiedene Firmen und Initiativen. In der Fraktion bin ich mit für die Redaktion des Stadtblattes verantwortlich.

Ich bin Mitglied bei Bündnis 90/DIE GRÜNEN, beim Stadtteilkino Stuttgart e.V., beim Katzenhilfe Stuttgart e.V. und im Vorstand von Wand 5 e.V. Von 2010 bis 2014 war ich Kreisvorsitzende der Grünen in Stuttgart und Bezirksbeirätin im Stuttgarter Osten.

An Stuttgart schätze ich das große kulturelle Angebot, seien es die Landesbühnen, die verschiedenen Musik- und Filmfestivals, aber auch die große Off-Szene.
Zudem genieße ich es, in der Stadt mit dem zweitgrößten Mineralwasseraufkommen Europas zu leben. Egal ob Berg, Leuze oder Cannstatter, die Mineralbäder sind immer einen Besuch wert.
Eine weitere Besonderheit ist das Grün, das man in der Stadt überall findet. Wunderbar zum Spazierengehen im Park Berg oder auf der Karlshöhe oder zum Wandern auf den verschiedenen schönen Routen vom Gablenberger Höhenweg bis zum Blaustrümpflerweg.
Wenn die Zeit es zulässt, widme ich mich der Malerei und der Textilkunst. Zudem entspanne ich beim Lesen, beim Wandern oder der Gartenarbeit.

Politisches

Seit 2014 bin ich Stadträtin im Stuttgarter Gemeinderat, u.a. mit Sitz im Ausschuss für Soziales und Gesundheit, im Ausschuss für Kultur und Medien und im Internationalen Ausschuss. Stellvertretend kommen noch Wirtschaft und Wohnen, der Verwaltungsausschuss, der Vergabeausschuss Zukunft der Jugend und der Vergabeausschuss Qualitätsfonds hinzu. Zudem bin ich Mitglied im Aufsichtsrat von Stuttgart Marketing, im Verwaltungsrat der Württ. Staatstheater und u.a. im Beirat des Theaters TriBühne, des Renitenztheaters, der Rampe, des Kinder- und Jugendtheaters und im Beirat Hotel Silber.

Als Stadträtin betreue ich neben meinem Heimatbezirk Stuttgart Ost noch Stuttgart Möhringen.

Gute und nachhaltige Kommunalpolitik muss für mich die wirtschaftlichen und sozialen Ziele genauso mit einbeziehen wie den Erhalt der natürlichen Ressourcen, setzt sich vor Ort mit den Problemen der Menschen auseinander und bietet konkrete Lösungen an, schafft Freiräume und eröffnet Entfaltungsmöglichkeiten.

Stuttgart ist eine Stadt mit großem kulturellem und kreativem Potential. Dieses zu fördern, liegt mir auch politisch sehr am Herzen. Nicht nur bei der Hochkultur und den etablierten Leuchttürmen, sondern genauso in der neuen und freien Szene, bei der Stadtteilkultur und der Kreativwirtschaft. Gerade zwischen Wagenburgtunnel und Gaskessel sitzen zahlreiche Unternehmen und Institutionen aus der Kreativbranche und dem Kulturbereich. Diese Entwicklung will ich fördern, um junge Kreativ- und Medienschaffende in der Stadt zu halten. Ebenso wichtig ist es, Aufführungsorte und Spielstellen zu ermöglichen, die dieses Potential für die Bevölkerung eröffnen. Daher möchte mich verstärkt dafür einsetzen, dass zusätzlich zur Vermittlung von Interimsflächen auch bei der Stadtentwicklung systematisch auf kulturelle Freiräume geachtet und eine kreative Nutzung ehemaliger Wohn-, Büro- oder Produktionsräume gefördert wird. Denn Innovation ist der beste Motor für Wirtschaft und Gesellschaft. Aus meiner langjährigen Erfahrung im Kulturbereich, beruflich wie ehrenamtlich, weiß ich um die Bedeutung von Kulturvermittlung. Dies muss die Stadt fördern, im wichtigen Bereich der kulturellen Bildung in Schulen sowie in Bildungs- und Kultureinrichtungen, bei der Förderung und Ermöglichung von Kunst im Öffentlichen Raum aber auch beim Stadtmarketing.

Ich möchte dazu beitragen, dass das Stuttgarter Sozial- und Gesundheitssystem maßvoll ausgebaut wird, für alle Bevölkerungsgruppen. Armut und Armutsgefährdung darf Betroffene nicht in die Isolation führen. Die Stadt kann z.B. durch gezielte Preisnachlässe bei städtischen Einrichtungen und Leistungen dazu beitragen, dass Armut nicht zwangsläufig bedeutet, an den Rand der Gesellschaft gedrängt zu werden. Auch ist es mir wichtig, dass im Bereich des Arbeitslosengeldes II die Mittel zur Förderung von Frauen ihrem Anteil an allen Empfängern entsprechen. Ein tragfähiges soziales Netz kommt nicht ohne Beteiligung und Einbindung freiwillig engagierter Menschen aus, die in Initiativen, Selbsthilfegruppen, Vereinen und Projekten wertvolle Arbeit leisten. Dieses bürgerschaftliche Engagement muss gezielt gefördert und gewürdigt werden. Wichtig ist mir eine partnerschaftliche, faire Zusammenarbeit mit den Freien Trägern, den gemeinnützigen Organisationen und sozialen Einrichtungen im Sozial und Gesundheitsbereich sowie eine verlässliche, transparente Förderung ihrer Arbeit. Die Behindertenrechtskonvention muss konsequent umgesetzt werden. Menschen mit Behinderungen sollen insgesamt ein möglichst selbstbestimmtes Leben mitten in der Stadtgesellschaft führen können. Durch gezielte Qualifikation und durch Kooperationen mit der örtlichen Wirtschaft müssen mehr und mehr auch Zugänge zum Arbeitsmarkt eröffnet werden.

Ich setze mich ein für:
• die Förderung der Kultur in ihrer ganzen Vielfalt, für die kreative Nutzung von Leerständen und für ein weltoffenes und interkulturelles Stuttgart

• guten, familienfreundlichen und bezahlbaren Wohnraum in der Stadt

• den Erhalt und Ausbau von Grünflächen und Parks

• Kinderbetreuung mit Qualität

• lebendige Stadtbezirke mit ausreichender Nahversorgung

• ein soziales und gerechtes Stuttgart, wo das Angebot an freiwilligen sozialen Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger verbessert und das Stuttgarter Sozial und Gesundheitssystem maßvoll ausgebaut wird

• den Wandel von der auto- zur menschengerechten Stadt, mit einem gut ausgebauten Nahverkehr, der die Wohngebiete von Feinstaub und Lärm entlastet und den Durchgangsverkehr und Parkdruck verringert

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