Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.

Weniger ist oft mehr

Was wäre Stuttgart ohne seine Grünflächen? Die grünen Lungen, die die Stadt mit Frischluft versorgen und Platz bieten, der allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung steht – zur Erholung, zum Sport, zum Spielen und zum Genießen. Gute Gründe, um mit den öffentlichen Anlagen unserer Stadt sorgsam umzugehen, so dass Pflanzen und Einrichtungen nicht beschädigt und andere Personen nicht gefährdet oder beeinträchtigt werden. Das gilt insbesondere für die Spielplätze. Deshalb begrüßen wir Grünen die Neuerungen in der Grünflächensatzung, in der die Stadt vorschlägt, zum Schutz von Kindern und Jugendlichen ein Rauch- und Alkoholverbot auf Spielplätzen einzuführen.
Doch auch wenn wir diesen Schritt für richtig erachten, befürchten wir, dass die Stadtverwaltung mit den vorgeschlagenen Neuregelungen übers Ziel hinausschießt. Denn einige der geplanten Maßnahmen tendieren eher zur Überregulierung. Wir finden, dass es keinen Verbotskatalog für den Aufenthalt auf Grünflächen und Spielanlagen braucht. Viel mehr plädieren wir für klare und praktikable Regeln und regen an, auf einige der vorgeschlagenen Verbote zu verzichten. So geht das geplante grundsätzliche Verbot Eisflächen zu betreten unserer Ansicht nach zu weit. Ein Betreten von Eisflächen auf eigene Gefahr sollte auch in Zukunft möglich sein. Zudem glauben wir, dass das generelle Verbot, Glasbehältnisse auf Spielplätzen mitzubringen, an der Lebenswelt vieler Stuttgarterinnen und Stuttgarter vorbeischrammt, da vor allem Babynahrung und Babyfläschen oft nur in Glasbehältnissen erhältlich sind. Und schließlich wollen wir auch nicht, dass Erwachsene von der Nutzung der Bolz- und Skateranlagen grundsätzlich ausgeschlossen werden. Kinder und Jugendliche müssen hier Vorrang haben, erwachsenen Skatern und Feierabend-Ballzauberern deshalb die Nutzung der Anlagen grundsätzlich zu untersagen, führt aber zu weit.

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