Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.

DB muss Chaos schnell beseitigen

Seit April gibt es in Stuttgart das Jobticket für die Beschäftigten der Landeshauptstadt und des Klinikums. Rund 3200 Menschen haben sich seither entschieden, nicht mehr täglich mit dem Auto in die Innenstadt zu pendeln sondern den ÖPNV zu nutzen. Das ist ein Grund zur Freude, denn jede/r neue VVS-Kunde bedeutet weniger Staus, und damit weniger Feinstaub- und Lärmbelastung. Wir Grünen begrüßen diese Entwicklung und wünschen uns noch mehr Menschen, die auf den ÖPNV umsteigen. Denn die Stuttgarter Busse, Stadt- und S-Bahnen bringen ihre Fahrgäste nicht nur bequem und umweltfreundlich ans Ziel, sondern sie gehören auch zur Spitzengruppe in Sachen Qualität und Ausstattung. Auch darüber freuen wir uns. Leider trösten diese Pluspunkte nicht darüber hinweg, dass die S-Bahnen der Bahn sich in Sachen Pünktlichkeit 2013 erneut verschlechtert haben. Deshalb gab es vor einem halben Jahr einen S-Bahn-Gipfel beim Verband Region Stuttgart, wo Maßnahmen für mehr Pünktlichkeit verabredet wurden. Doch davon merkten die Fahrgäste bisher nicht viel. Besonders nicht auf der Linie S1, wo es häufig zu Wartezeiten kommt. Das ist bitter, denn die S1 hat mit Abstand die höchsten Fahrgastzahlen. Dementsprechend viele Menschen sind von den Verspätungen betroffen und der Frust wächst. Denn verspätet sich eine Bahn um nur drei Minuten, kann der Bus oder die Anschlussbahn schon weg sein. So werden Verspätungen der S-Bahn auch zum Problem für den Wirtschaftsstandort Stuttgart. Denn ohne pünktliche Bahn, keine pünktlichen Arbeitnehmer. Im schlimmsten Fall könnten verspätete S-Bahnen dazu führen, dass manche/r sich wieder hinters eigene Steuer setzt. Die Bahn muss deshalb erneut in die Pflicht genommen werden, ihre Pünktlichkeitswerte zu verbessern. Denn um die Feinstaubbelastung und den Lärm in unserer Stadt zu senken, müssen noch mehr Menschen auf die Öffentlichen umsteigen – nicht umgekehrt.

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