Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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14.01.2014

CDU sieht kein Wohnungsdefizit mehr in Stuttgart

Grüne: Neckarpark zentrales Wohnungsbauprojekt der nächsten Jahre
Pressemitteilung

Wie am Samstag in der Stuttgarter Zeitung zu lesen war, verabschiedet sich die CDU-Fraktion vom Wohnungsbau im Neckarpark.
Laut CDU-Stadtrat Philipp Hill gäbe es kein Wohnungsdefizit in Stuttgart, so seine Aussage in der Zeitung. Man würde die Flächen im Neckarpark nicht mehr für den Wohnungsbau benötigen. Dabei hat die CDU-Fraktion noch Ende November 2013 im Stuttgarter Amtsblatt die Wohnungssituation in Stuttgart als angespannt dargestellt und gefordert, dass die Politik die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau schaffen muss. Jetzt interessiert sie dies nicht mehr. Stattdessen will sie das Areal, auf dem bis zu 600 Wohnungen gebaut werden könnten, als Fläche für Speditionen und Transportunternehmen opfern.
Mit ihrem neuen Vorschlag verabschiedet sich die CDU von der Möglichkeit, den Wohnungsmarkt in Stuttgart deutlich zu entspannen. Der angekündigte Verzicht auf den Bau von 600 Wohnungen ist die Absage an den Bau von günstigem Wohnraum für Familien in zentraler, urbaner Lage.
Der Vorschlag, anstelle von Wohnungen ein Logistikzentrum im Neckarpark zu bauen, würde zudem zu vielen Verkehrsproblemen führen, die auch mit modernen Mitteln der Telematik nicht zu lösen wären.
Schon bei der Diskussion um die Ansiedlung eines Ikea-Marktes in diesem Gebiet haben die Verkehrsplaner deutlich dargelegt, dass eine hohe Verkehrsmenge hier wegen den Besuchern von Wasen und Sportveranstaltungen gar nicht machbar ist. Dies zeigt ja schon die Straße, die für die neue Mercedes-Welt durch die Bezirkssportanlage gebaut werden soll, um ersterer jederzeit eine Erreichbarkeit zu ermöglichen.
„Wer jetzt das Wohnungsdefizit herunterredet und nicht alle Möglichkeiten des Wohnungsbaus im Innenbereich nutzt, schadet dem Wirtschaftsstandort Stuttgart. Denn dieser braucht günstigen und zentral gelegenen Wohnraum. Für uns bleibt der Neckarpark das zentrale Wohnungsbauprojekt der nächsten Jahre“, so Grünen-Fraktionsvorsitzende Silvia Fischer.
Ebenso wurde seit langem dargelegt, dass die rund acht Wochen Wasen im Jahr und der aus dem Festbetrieb resultierende Lärm durchaus in den Griff zu bekommen sind. Zumal das Wohngebiet im Veielbrunnen ja schon existiert und die Bewohner bereits heute ein Recht auf ausreichenden Lärmschutz haben.
„Der Umgang mit dem Neckarpark zeigt jetzt deutlich, wie die CDU-Fraktion auch mit dem zukünftigen Rosensteinviertel umgehen wird. Die Flächen gehen an den Meistbietenden, der Wohnungsbau und die Stadtplanung bleiben auf der Strecke. Die CDU betreibt Stadtplanung aus der Mottenkiste“, so Grünen-Fraktionsvorsitzender Peter Pätzold.

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